Viele Begriffe existieren für Menschen wie mich: „Beta“, „devot“, „Sub“, „Sklave“ oder einfach nur „untergeordnet“. Jede dieser Bezeichnungen meint im üblichen Verständnis etwas leicht Unterschiedliches und betont jeweils nur einzelne Aspekte. Keine davon spiegelt für sich genommen mein inneres Verhältnis zur Unterordnung und meinen gelebten Anspruch an Struktur vollständig wider, da sie jeweils Facetten, Haltungen, Dynamiken, aber keine beschreibt ganz, was ich eigentlich bin. Am ehesten kann man mich als „Sklave“ bezeichnen, auch wenn ich weiß, wie stark dieses Wort belegt ist. Denn es beschreibt meiner Meinung nach von allen Begriffen am treffendsten, wie ich leben möchte, auch wenn es im klassischen Sinn eigentlich schon zu weit greift und im Alltag auch Grenzen hat. Im Gegensatz zu „Sub“, das für viele zu vage oder zu oberflächlich bleibt, vermittelt das Wort „Sklave“ meist deutlicher, worum es mir geht, auch wenn es nicht vollständig passt. Wer das Wort „Sklave“ wegen seiner historischen Last nicht verwenden möchte, kann mich alternativ auch als „Beta“ bezeichnen, solange damit dieselbe Haltung gemeint ist.
Unter „Sklave“ verstehe ich hierbei für mich persönlich keine völlige Selbstaufgabe, keine Entmenschlichung sowie keine historische Rolle, in der Menschen zu Objekten degradiert wurden, sondern eine Form Unterordnung innerhalb eines modernen Lebensentwurfs, der Struktur gibt, aber auch Menschlichkeit wahrt. Ich meine damit einen Menschen mit Würde, Träumen, Bedürfnissen und Grenzen, aber in einem Machtgefälle eingerahmt. Ich meine damit eine Haltung, die von Unterordnung, Gehorsam und Führung geprägt ist, aber nicht von Aufgabe oder Stillstand. Ich möchte Eigentum sein, aber Eigentum, der lebt, fühlt, denkt, träumt. Ich möchte geführt, kontrolliert, bestraft und diszipliniert werden, aber eingebettet in ein Leben, das mich als Mensch ernst nimmt.
Für mich bedeutet das: Ich kann Eigentum haben, einen Beruf ausüben, mich mit Freunden treffen, an Familie und Gesellschaft teilhaben, aber all das in einer Struktur, in der ich geführt bin und kontrolliert werde. Ich lebe weiterhin aus mir selbst heraus, aber in der Rolle eines Sklaven beziehungsweise eines Betas, eingebettet in eine Struktur, in der ich geführt und kontrolliert werde, in einem Alltag, der von Regeln, Haltung und Konsequenzen geprägt ist. Ich will vertrauen, folgen, reagieren, gehorchen, mich anpassen, mich unterordnen, mich unterwerfen, einfach Besitz und Eigentum sein. Nicht, weil ich es nicht anders könnte, sondern weil es meiner Natur entspricht und mir Sicherheit gibt.
Was ich für mich unter einem „modernen Sklaven“ verstehe, ist kein Rückzug aus dem Leben, sondern viel mehr einfach eine andere Lebensweise mit anderen Herangehensweisen an gewisse Dinge. Ich will weiterhin teilnehmen, mitarbeiten, wirken, aber nicht völlig neutral und autonom, sondern geführt, angeleitet, kontrolliert. Das heißt für mich: Ich frage um Erlaubnis, bevor ich Entscheidungen treffe. Ich lasse mich einschränken, einsperren und meine Freiheit wegnehmen, wann und wo es nötig ist, jedoch nicht in einer dauerhaft schädlichen Art und Weise. Ich nehme Strafen an, wenn ich mich nicht an Regeln halte. Auch körperlich, auch öffentlich. Ich akzeptiere es, zum Beispiel auch in der Öffentlichkeit an der Leine geführt zu werden, kontrolliert zu werden, bestraft zu werden, durch äußere Zeichen wie Kleidung oder Halseisen als das erkennbar zu sein, was ich bin: eine untergeordnete, geführte, kontrollierte, disziplinierte Person im Fremdeigentum. Ein moderner Sklave, sichtbar, aber nicht entwürdigt.
Dabei geht es nicht darum, dass ich alle Freiheit verliere oder mich selbst verliere. Es geht darum, dass ich meine Selbstbestimmung und meine Freiheit, in bestimmten Bereichen, unter bestimmten Bedingungen, innerhalb einer klaren Struktur, abgebe. Mich kann man ein- und wegsperren, aber nicht dauerhaft. Ich will nicht zerstört, sondern geführt und gefördert werden. Ich will praktisch zumindest zu Teilen zum Objekt werden, aber dabei gleichzeitig auch ein Mensch bleiben, beziehungsweise ein Mensch untergeordneter Klasse werden, der sich dafür bewusst entscheidet, und dadurch Halt im Leben gewinnt. Wer meiner Person annimmt, trägt Verantwortung. Und diese Verantwortung soll sich zeigen: in Fürsorge, in Struktur, in Konsequenz, in Disziplin, in Strafen, in Freiheitsentzug, aber auch in Schutz, Stabilität und Menschlichkeit.
Ein Teil dieser Fürsorge besteht für mich auch darin, meinen schwachen Körper ernst zu nehmen und ihn im Rahmen der Struktur zu kräftigen. Das bedeutet, dass körperliches Training kein optionales Ziel, sondern eine feste Pflicht ist, die in meine Unterordnung eingebettet ist. Es soll nicht nur Disziplin stärken, sondern auch meinen Gesundheitszustand verbessern. Das bewusste Anleiten, Fordern und Sanktionieren körperlicher Übungen sehe ich daher als Teil der verantwortungsvollen Führung, die nicht nur mein Verhalten, sondern auch meinen Körper formt und schützt.
Ich glaube nicht daran, sich völlig nur noch für andere Personen aufzugeben, wo man gar nicht mehr als eigenständiger Mensch wahrgenommen wird, sondern an einer Unterordnung in einem gesunden Rahmen, eingebettet in ein Leben, in dem man weiterhin Mensch bleibt, wo man aber zugleich auch Eigentum ist, jedoch niemals entmenschlicht wie in historischen Formen von Sklaverei. Ich glaube an Unterwerfung mit Haltung. An Disziplin mit Respekt. Und daran, dass auch ein Mensch, der sich als „Sklave“ sieht, Rechte, Würde und einen eigenen Lebensweg haben darf, solange dieser Lebensweg geführt, strukturiert und eingebettet ist. Ich möchte mich nicht verstecken. Ich möchte nicht zwischen Alltag und meinem „Sein“ und auch nicht zwischen „öffentlich“ und „privat“ unterscheiden. Ich möchte sichtbar, dauerhaft und konsequent untergeordnet leben, auch in der Öffentlichkeit, auch bei Freunden, auch in der Familie. Immer mit klarer Sprache, klarer Kleidung, klarer Struktur.
Auch meine körperliche Verfassung soll diesem Lebensentwurf folgen. Da ich derzeit nicht über genug Gewicht und Muskelkraft verfüge, wird körperliches Training integraler Bestandteil meines Alltags sein, nicht nur als Empfehlung, sondern als Pflicht. Die sichtbare Struktur soll auch meinen Körper betreffen, ihn stärken, ihn unterordnen, ihn formen. Wiederholte Zwangsübungen, begleitet von Schmerzreizen bei Nachlässigkeit oder Zielverfehlung, sind dabei keine Strafe im klassischen Sinn, sondern Ausdruck einer klaren Haltung: Wer mich führt, übernimmt auch Verantwortung für meinen Körper, und das schließt ein, mich zum Durchhalten anzuhalten, wo ich selbst schwach wäre.
Manche nennen das vielleicht paradox: Ein Sklave mit Besitz? Ein Sklave, der mitbestimmt, der mitwirkt, der lacht, lebt, träumt? Aber für mich ist das kein Widerspruch. Im Gegenteil. Ich glaube, dass echte Führung nicht von vollständiger Ohnmacht lebt, sondern von freiwilliger Unterordnung. Dass echte Macht nicht durch Zerstörung entsteht, sondern durch Verantwortung. Dass ein Mensch im Eigentum mehr geben kann, wenn er nicht gebrochen, sondern gehalten und positiv gefördert wird. Und dass auch ein „Sklave“ nicht weniger Mensch ist, sondern einfach anders lebend, anders eingebunden, aber mit der gleichen Tiefe, dem gleichen Ernst, der gleichen Sehnsucht nach einem echten Leben.
Für mich ist dieses Gefühl, ein „Sklave“ oder ein „Beta“ zu sein, kein äußerlich übernommenes Verhalten, keine gelegentliche Neigung und auch keine bloße sexuelle Vorliebe im klassischen Sinne, sondern ein innerer Zustand, der mich dauerhaft begleitet. Es ist ein Teil meiner Identität, kein temporäres Verhalten, auch keine vorübergehende Rolle, sondern etwas, das ich bin, also nicht nur etwas, das ich möchte, und zugleich ein fester Teil meines inneren Wesens. Ich empfinde mich nicht einfach als jemand, der manchmal devot ist oder der gelegentlich submissive Erfahrungen sucht, sondern als jemand, der sich nicht frei, gleichberechtigt oder unabhängig fühlt, der sich von Natur aus untergeordnet fühlt, darin Sicherheit, Struktur und Sinn findet, dessen ganze Lebenshaltung auf Unterordnung, Struktur und Führung ausgerichtet ist und dessen Wesen zugleich von Gehorsam und dem Bedürfnis nach klarer Führung geprägt ist. Dieses Empfinden ist sehr tief in mir verwurzelt, begleitet mich dauerhaft, unabhängig davon, ob es gerade sichtbar gelebt wird oder in konkreten Situationen Ausdruck findet, und ist ein fester Bestandteil meiner Identität und meines innersten Selbstverständnisses. Ich bin kein Mensch, der sich ab und zu wie ein Sklave oder ein Beta fühlt, sondern ich bin ein Sklave beziehungsweise ein Beta in meinem innersten Empfinden, auch dann, wenn es im Alltag nicht unmittelbar sichtbar ist. Es prägt mein Denken, mein Fühlen, mein Handeln und meinen Alltag. Deshalb möchte ich es in einem alltäglichen und authentischen Lebensstil leben, der meinem Wesen entspricht und mein Bedürfnis nach Unterordnung, Führung und Struktur ernst nimmt, ohne mich damit weiterhin verstecken zu müssen.
Um meinen Lebensentwurf greifbarer zu machen, möchte ich einige Beispiele aus meinem zukünftigen Alltag teilen, wie es werden könnte. Ich möchte hier aber vorab darauf hinweisen, dass es nur Beispiele sind, wie es werden könnte, aber nicht muss. Also wirklich nur als ganz grobe Beschreibungen, um es greifbarer zu machen, was ich unter den Begriffen „Sklave“ und „Beta“ für mich selbst für meine Person verstehe.
Ich werde wie jetzt schon stets ärmellose Kleidung und ein sichtbares Edelstahl-Halseisen tragen, aber dann auch möglichst keine Schuhe oder Socken tragen. Ich werde mich daheim, aber auch in der Öffentlichkeit bei Terminen, Einkäufen oder bei Treffen mit Bekannten, Freunden und Familie, so weit normal wie ein freier Mensch verhalten und am Leben teilhaben, jedoch mit bewusst submissiver Haltung als „Sklave“ und innerhalb der für mich geltenden Regeln. Meine submissive Haltung wird universell präsent, aber auch gleichzeitig in das alltägliche, normale Leben integriert sein. Abweichungen von vereinbarten Regeln werden als Ungehorsam betrachtet und mit angemessenen Konsequenzen geahndet. Dabei können nicht nur meine Herrschaft, sondern auch andere Personen, die es wünschen, mich kontrollieren, korrigieren und bestrafen.
Morgens, wenn ich zu spät komme oder innerlich unruhig bin, wird ein ritualisiertes Züchtigungsritual folgen, das mir hilft, wieder in einen geordneten Zustand zurückzufinden. Beim gemeinsamen Einkauf werde ich oft an der Leine geführt, sichtbar gekennzeichnet und mich ruhig und würdevoll bewegen, ohne dass es als Rollenspiel empfunden wird. Es wird mein Alltag sein.
Auch im beruflichen Alltag als Selbständiger bleibt meine Haltung präsent und verbindlich. Die Organisation meines Tages erfolgt in enger Abstimmung mit meiner Herrschaft, die mich regelmäßig kontrollieren kann, den Stand meiner Arbeit abfragen kann und bei nachlassender Konzentration oder Unordnung sofort sanktioniert. Verspätungen oder Nichteinhaltung von Deadlines werden nicht toleriert und führen zu körperlichen Konsequenzen, die ich als Struktur und Unterstützung begreife.
Bei Regelverstößen erhalte ich zeitnah klare Konsequenzen, sei es in Form von körperlicher Züchtigung, Fixierungen oder Bewegungsbegrenzungen. So kann ich zum Beispiel bei Unachtsamkeit oder zu schnellem Verhalten von einer vertrauten Person korrigiert werden, etwa durch eine Ohrfeige, Peitschenhiebe oder Schläge, die mich sofort zurück in den Moment bringt. Auch öffentliche Disziplinierungen, zum Beispiel wie das gefesselt sein oder das angeleint sein bei einem Treffen mit Bekannten, Freunden oder Familie, können Teil meiner Realität sein.
Wenn ich mich selbst überfordere oder meine Kontrolle verliere, wird dies ritualisiert behandelt: Ich kann nackt und gefesselt in ein Käfig eingesperrt werden, bis ich wieder zur Ruhe gekommen bin. Auch eine vollständige Enthaarung meines Körpers durch Dritte in regelmäßigen Abständen kann für mich zur Normalität dazu gehören.
Auch bei Krankheit oder Schwäche ändert sich mein Status nicht grundlegend. Ich bleibe sichtbar untergeordnet und eingebettet in die Fürsorge meiner Herrschaft, die über meine medizinische Versorgung entscheidet und mich schützt.
Da meine körperliche Konstitution aktuell zu schwach ist, insbesondere durch Untergewicht und zu wenig Muskelmasse, soll dieser Lebensstil auch bewusst genutzt werden, um meinen Körper zu stärken und langfristig zu stabilisieren. Das bedeutet: Es wird regelmäßige Zwangsübungen geben, angeleitet oder überwacht, die dem Muskelaufbau, der Haltung und dem Kreislauf dienen. Wenn ich mich weigere, nachlässig bin oder das gesetzte Übungsziel nicht erreiche, kann dies durch direkte, schmerzhafte Sanktionen, zum Beispiel Peitschenhiebe während der Ausführung oder am Ende der Einheit, ergänzt werden. Die Maßnahmen dienen dabei nicht zur Strafe im eigentlichen Sinne, sondern als konsequenter Ansporn, meine körperliche Verfassung zu verbessern, eingebettet in das Gefälle von Kontrolle und Disziplin, das meinem Lebensentwurf zugrunde liegt.
Wenn meine Herrschaft nicht anwesend ist, halte ich mich an festgelegte Regeln, übe Selbstdisziplin und setze bei Regelverstößen selbst auferlegte Sanktionen um, etwa durch körperliche Selbstzüchtigung.
Diese Beispiele zeigen, wie Führung, Kontrolle und sichtbare Unterordnung meinen Alltag prägen werden können, mich stabilisieren und dennoch mein Menschsein bewahren.
Man kann mich deshalb Sklave oder Beta nennen. Nicht im Sinne der Geschichte, nicht im Sinne der BDSM-Klischees, nicht im Sinne eines entmenschlichten Status. Sondern im Sinne meines Lebensentwurfs. Sichtbar. Geführt. Kontrolliert. Bestraft. Diszipliniert. Aber trotzdem weiterhin menschlich und real, ohne Spielchen.